In
den Osterferien ging es für 11 Jugendliche im Alter von 15-17 Jahren
mit dem Kinder- und Jugendzentrum Offene Tür nach Hamburg. Unter dem
Motto "Fiit für die Großstadt" verbrachten die Jugendlichen gemeinsam
mit den hauptberuflichen Mitarbeiterinnen der Offenen Tüt vier
spannende Tage in der Hansestadt. Die Fahrt fand im Rahmen des
Kreisjugendamt geförderten Projekts "Fit für die Zukunft" statt und
konnte dadurch kostengünstig angeboten werden. Nur mit Nahverkehrszügen
machte sich die Gruppe am Osterdienstag auf den Weg quer durch
Deutschland, bis am späten Nachmittag die Jugendherberge in Hamburg
erreicht wurde. Um die Jugendlichen "Fir für die Großstadt" zu machen,
hatte sich das Team der OT tolle Aktionen ausgedacht.
Frisch
gestärkt ging es am nächsten Tag zu den Landungsbrücken. Dort nahm die
Gruppe an einer Hafenrundfahrt teil und konnte sich so einen ersten
Überblick über Hamburg verschaffen. Danach wurde es für die Jugendichen
ernst. Bewaffnet mit Stadt- und U-Bahnfahrplan sollten die einzelnen
Gruppen verschiedene Orte in Hamburg ausfindig machen, Passanten
ansprechen, verschiedene Verkehrsmittel benutzen und sich im
Großstadtdschungel zurechtfinden. Und dank Handy fanden auch alle zum
Abschlusstreffpunkt, einem Hamburger Jugendzentrum. Hier konnten die
Jugendlichen und das Team der OT erleben, dass trotz des Unterschiedes
zwischen Großstadt und ländlichem Raum, die Arbeit in vielen Punkten
ähnlich verläuft und auch die Sorgen und Nöte der Mitarbeiter und der
Besucher sich mehr gleichen als gedacht. Am
Abend wurde dann der Hamburger Dom (Kirmes) erkundet und die
Jugendlichen trafen ihren ersten Promi: Hella von Sinnen. Für ein Foto
war leider keine Zeit, aber ein paar Autogrammkarten konnten sich die
Jugendlichen sichern.
Für den nächsten Tag hatte sich das
Team der OT zur Unterstützung einen Hamburger Kollegen angefragt.
Jürgen Weissmann vom Team Steps e.V. hatte für die Teilnehmer/innen
verschiedene erlebnispädagogische Spiele vorbereitet. Los ging es mit
Geocaching. Geocaching ist eine moderne Form der Schatzsuche, bei der
mithilfe von GPS- Geräten kleine "Schätze" gefunden werden müssen. Jede
Gruppe hatte unterschiedliche Koordinaten und musste als besondere
Schwierigkeit ein rohes Ei heil ins Ziel bekommen. Das glückte leider
nicht allen.
Am Nachmittag bekamen die Jugendlichen dann die Aufgabe, möglichst
viele Passanten anzusprechen und sie zu überreden, sich für ein
Gruppenfoto zu Verfügung zu stellen. Da es just in diesem Moment anfing
zu regnen, erschwerte die Aufgabe natürlich. Aber die Jugendlichen
schafften es, ca. 20 Leute für das Foto zu gewinnen. Sogar der
diensthabende Polizist vor dem Rathaus wurde erfolgreich eingespannt.
Am
Abend folgte dann für viele der Höhepunkt der Reise: die
Reeperbahnführung. Hier gabe es interessante Informationen über die
Geschichte von St. Pauli und den abendlichen Alltag rund um die
Reeperbahn. Noch vor Öffnung durfte die Gruppe einen Blick ins berühmte
Dollhouse werfen (natürlich alles ganz jugendfrei, aber trotzdem
spannend). Am Ende der Großen Freiheit trafen wir dann unseren zweiten
"Promi" Sven Florijan Mitarbeiter von Drag Queen Olivia Jones. Zurück
an der Davids Wache endete der kleine Ausflug ins Hamburger Nachtleben.
Müde,
aber sehr zufrieden machte sich die Gruppe am Freitag dann auf den
Rückweg nach Meschede. Und alle waren sich einig: so eine Fahrt wollen
alle wieder machen.